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Zum Ende der Seite springen Mysteriöse Radiowellen aus dem "kosmischen Hexenkessel"
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Kaffeetrinker Kaffeetrinker ist männlich
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Mysteriöse Radiowellen aus dem "kosmischen Hexenkessel" Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein unbekanntes Objekt in der nahe der Erde gelegenen Galaxie M82 sendet seit etwa einem Jahr konstant Radiowellen aus. Das bisher einzigartige Phänomen stellt die Wissenschaftler vor Rätsel. "Wir können uns nicht erklären, was das ist", sagte Mitentdecker Tom Muxlow vom Jodrell Bank Zentrum für Astrophysik in Großbritannien gegenüber dem Wissenschaftsmagazin "The New Scientist". Das erste Mal wurden Muxlow und seine Kollegen im Mai vergangenen Jahres auf das Phänomen aufmerksam. Mit dem britischen MERLIN-Teleskop-Netzwerk wollten die Forscher eigentlich einer Sternenexplosion in M82 beiwohnen. Dabei bemerkten sie die sich relativ schnell ausbreitenden Radioimpulse.

Die Astrophysiker sind noch immer verblüfft. Zu einer herkömmlichen Supernova will das Phänomen nicht so Recht passen. Denn während die Emission aus M82 seit einem Jahr konstant ist, werden bisher beobachtete Supernova-Wellen über die Zeit immer schwächer. Auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit, die das Vierfache der Lichtgeschwindigkeit beträgt, macht die Wissenschaftler stutzig. So lag schnell die Vermutung nahe, dass es sich bei der Erscheinung um ein schwarzes Loch bzw. einen Microquasar, einen Neutronenstern, handeln könnte. Dieser entsteht normalerweise nach der Explosion eines massiven Sterns und verfügt meist über eine hohes Maß an Röntgenstrahlen-Emission. Diese bleibt bei dem mysteriösen Phänomen völlig aus.

Muxlows bisher plausibelste Erklärung lautet, dass es sich bei der Quelle der Radioimpulse um ein Objekt mit sehr großer Dichte handelt, das mit seiner Umgebung verschmilzt - womöglich auch mit einem schwarzen Loch. Ein solches Phänomen könnte theoretisch zwar auch in unserer Galaxie auftreten. M82, die als "kosmischer Hexenkessel" bekannt ist, schafft aber besonders günstige Bedingungen. Weil dort Sterne schneller vergehen und widerentstehen als auf der Milchstraße, finden sich in der erdnahen Galaxie genug schwarze Löcher. In den kommenden Wochen versprechen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse.

15.04.2010 13:42 Kaffeetrinker ist offline E-Mail an Kaffeetrinker senden Homepage von Kaffeetrinker Beiträge von Kaffeetrinker suchen Nehmen Sie Kaffeetrinker in Ihre Freundesliste auf
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